Der Untergang der Pamir (TV) - Filmbeschreibung zur Handlung

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.: Der Untergang der Pamir (TV) - Beschreibung von Inhalt und Handlung







.: Inhaltsbeschreibung Der Untergang der Pamir (TV)


Schleswig-Holstein, Sommer 1957. Seit dem Tod seiner Frau lebt der Bootsmann Acki Lüders mit seiner achtjährigen Tochter Julle auf dem Hof seiner Schwiegermutter. Er ist todunglücklich, zerrissen zwischen der Sehnsucht nach dem Leben auf See und dem Verantwortungsgefühl für sein Kind. Da besucht ihn, genau im richtigen Moment, sein Freund Ewald. Er ist auf dem Weg nach Hamburg, um als Erster Offizier mit der "Pamir" nach Buenos Aires zu fahren. Ewald redet Acki ins Gewissen: Ein Vater, der ein schlechter Bauer ist und aus Kummer zu viel trinkt, ist für Julle auch nicht besser, als ein Vater, der zur See fährt. Ewald kann seinen Freund überzeugen, mit ihm zu kommen und wieder auf der "Pamir" als Bootsmann anzuheuern.

In Hamburg angekommen, erwartet die beiden Freunde eine unangenehme Überraschung: Anstelle des von ihnen hochgeschätzten Stammkapitäns soll Wilhelm Lewerenz die "Pamir" als Kapitän führen. Schon ihre erste Begegnung endet in einer Auseinandersetzung. Bereits die Hinfahrt nach Argentinien verläuft nicht ohne Zwischenfälle. Die sehr unterschiedliche Auffassung über die "richtige" Ausbildung der jungen Kadetten führt zwischen Acki, Ewald und dem Kapitän immer wieder zu heftigen Streitigkeiten. In Buenos Aires streiken die Hafenarbeiter. Die "Pamir" kann nicht beladen werden. Jeder weitere Tag, den das Schiff nicht auslaufen kann, kostet Geld.

Schließlich beugt sich der Kapitän dem Druck der Reederei: Er lässt seine Mannschaft das Schiff beladen. Damit es schneller geht, wird die Fracht nicht wie üblich in Säcken, sondern als Schüttgut aufs Schiff gebracht. Zusätzlich lässt er auch den Tieftank, der sonst mit Ballastwasser vollgepumpt ist, mit Gerste beladen. Acki und Ewald sind beunruhigt über diese ungewöhnliche Vorgehensweise und stellen eigene Berechnungen über die Stabilität des Schiffes an. Das Ergebnis ist alarmierend. Als Ewald dem Kapitän seine Berechnungen zeigt, weist dieser seinen Ersten Offizier zurecht: Er sei kein blutiger Anfänger und wisse, was er tue. Ewald geht bis an den Rand der Meuterei, um das Auslaufen des Schiffes mit dieser gefährlichen Ballastverteilung zu verhindern. Doch am Ende bleibt ihm nur, seine Berechnungen als Beweis für den Reeder in das Logbuch einzukleben.

Heftig neigt sich die "Pamir" zur Seite. Acki gibt den Befehl, die Segel zu "schlachten". Die Leinwand fliegt davon. Aber unter Deck verrutschen die geladenen 4.000 Tonnen Gerste. Sie drücken die "Pamir" immer weiter auf die Seite. Funker Nissen hämmert SOS - SOS - SOS auf die Morsetaste und kann sich wegen der extremen Schlagseite kaum noch in seiner Funk-Bude halten. Er weiß, wenn er jetzt unter Deck bleibt, ist das sein Tod. Immer weiter neigt sich die "Pamir" zur Seite. Schon fällt klatschend die Takelage aufs Wasser. Das Deck verschwindet unter den Füßen der Männer. Viele können sich nicht mehr halten und stürzen in die Tiefe. Acki schafft es, sich in die schäumenden Wogen gleiten zu lassen. Gegen den Sturm anbrüllend sammelt er Kadetten und Seeleute um sich. In Zeichensprache macht Acki seinen Schützlingen klar, dass sie so schnell wie möglich vom Wrack des Seglers weg müssen. Jede Sekunde kann das Schiff sinken und sie alle mit in die Tiefe reißen.

Zur gleichen Zeit versucht Ewald, den in der Takelage verhedderten Kapitän zu befreien. Dann geht alles sehr schnell: Die "Pamir" sackt über den Bug weg. Mit einem pfeifenden Geräusch, das sogar Sturm und Seegang übertönt, entweicht aus dem eisernen Schiffskörper die Luft. Eine gelbe Staubfontäne aus Gerste stiebt hoch in den Himmel. Dann versinkt die "Pamir" im tosenden Atlantik. Ewald und der Kapitän können sich nicht mehr retten. Acki und neun weitere Kameraden können sich auf das Wrack eines Rettungsbootes in Sicherheit bringen. Ein Wrack, in dem das Wasser steht. Ohne Bug und ohne Heck kann es nur wegen seiner Lufttanks überhaupt noch schwimmen. Ohne Trinkwasser, ohne Essen bleibt den Seeleuten nur die Hoffnung auf schnelle Rettung.

Inzwischen hat die größte Suchaktion, die jemals zur Rettung von Schiffbrüchigen organisiert worden ist, begonnen. Nach zwei langen Tagen entdeckt endlich ein amerikanischer Frachter das Rettungsboot. Neben Acki sitzen nur noch vier weitere Männer auf dem Wrack, die anderen haben die Strapazen nicht überlebt. Mit gezückten Fotoapparaten steht die Mannschaft des Frachters an Deck, um die fünf Geretteten zu empfangen. Doch der Anblick, der sich ihnen bietet, lässt sie erstarren: Die Geschundenen stehen vor Glück weinend, verquollen und mit sich vom Salzwasser ablösender Haut vor ihnen. Niemand macht in diesem Moment auch nur ein einziges Foto. Glücklich über die eigene Rettung, müssen Acki und seine Gefährten erfahren, dass außer ihnen nur noch ein weiterer Kamerad den Untergang überlebt hat. Einige Tage später kommen die Fünf auf dem Rollfeld des Hamburger Flughafens an und werden von Journalisten und Kamerateams aus der ganzen Welt empfangen. Julle entdeckt in der Menschenmenge ihren Vater und reißt sich von ihrer Oma los. Sie rennt ihrem Vater entgegen und endlich können sich die beiden wieder in die Arme nehmen.

Text: ARD





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